Gold unter Druck trotz starker Zentralbankkäufe
Der Goldpreis verlor in dieser Handelswoche bislang rund 1,2 % und fiel auf aktuell 4.119 $ je Feinunze. Silber handelt derzeit bei rund 60 $ je Feinunze und liegt damit seit Wochenbeginn ebenfalls rund 1,2 % im Minus. Der Platinpreis steht noch stärker unter Druck und notiert bei rund 1.620 $ je Feinunze, was einem Wochenrückgang von 5,2 % entspricht.
Belastend wirken vor allem die stark gestiegenen Kapitalmarktzinsen, der starke US-Dollar und der hohe Rohölpreis, wobei insbesondere die steigenden Realzinsen besonders problematisch für den Goldpreis sind. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe erreichte am Montag mit 5,34 % den höchsten Stand seit 2002. Der US-Dollar-Index notiert mit 102,3 Punkten auf dem höchsten Stand seit anderthalb Jahren. Dabei wurden zuletzt wichtige Widerstände überwunden, was nun zu verstärkten Short-Eindeckungen führen könnte. Diametral gegensätzlich fiel der Euro zum US-Dollar zurück auf 1,12 $. Sollte nun auch der Kupferpreis nach seiner jüngsten Stärke drehen, wäre dies ein weiteres Signal für eine bereits nachlassende konjunkturelle Dynamik.
Der SPDR Gold Shares ETF verzeichnete in der vergangenen Woche dennoch Zuflüsse von insgesamt 167,68 Mio. $, da viele Investoren den erneuten Rücksetzer in Richtung 4.000 $ als Kaufchance vor einer neuen Rally sehen. Der iShares Silver Trust ETF verbuchte hingegen Abflüsse von 53,63 Mio. $.
Seit Jahresbeginn haben Gold und Silber bereits rund 4 % beziehungsweise 13 % verloren. Nach den zwei historisch starken Vorjahren ist dies zwar noch immer kein dramatisch schwaches Jahr, doch hat sich das Makro-Umfeld deutlich eingetrübt. Während sich der Goldpreis nun wieder seiner wichtigen Unterstützung bei 4.000 $ annähert, hält sich Silber bislang relativ stark im Bereich um die 60 $. Die letzte wichtige Unterstützung liegt hier im Bereich um 55 $, unter der ein möglicher finaler Sell Off denkbar wäre.
Der Terminmarkt erklärt diese relative Stärke bei Silber. Während der Terminmarkt für Gold weiterhin stark überkauft ist und das Sentiment am Goldmarkt ungebrochen bullisch bleibt, zeigen die Terminmarktdaten der CFTC, dass der Silbermarkt bereits tendenziell überverkauft ist. Das spricht dafür, dass Silber kurzfristig weniger anfällig ist als Gold. Diese relative Stärke dürfte jedoch nur Bestand haben, solange der Goldpreis seine zentrale Unterstützung verteidigt kann.
Die Goldbullen nutzen den erneuten Rücksetzer an die Unterstützung bei 4.000 $ für Käufe, da sie auf eine Fortsetzung der Rally hoffen. Dies erklärt sowohl die hohe Positionierung der Spekulanten am Goldmarkt als auch die ETF-Zuflüsse der vergangenen Woche. Damit wird die Marke von 4.000 $ psychologisch immer wichtiger.
Das ungebrochen bullische Sentiment am Goldmarkt ist damit Chance und Risiko zugleich. Sollten die Käufer, die im August und September in den Markt gekommen sind, durch Preise unterhalb von 4.000 $ enttäuscht werden, könnten viele von ihnen die Reißleine ziehen und ihre Positionen auf den Markt werfen. Die Korrektur würde sich folgend verstärken und letztlich auch Silber, Platin und Palladium mit nach unten ziehen.
Gleichzeitig hat der August gezeigt, wie schnell sich die Lage durch neue Nachrichten wieder drehen kann. Gerade im Bereich um 4.000 $ könnten positive Meldungen aus der Politik jederzeit eine neue Rally entfachen. Sollte erneut ein Frieden im Mittleren Osten propagiert werden, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember sinken und die Marktzinsen wieder zurückgehen, könnte neue Investmentnachfrage die Edelmetalle schnell wieder nach oben treiben.
Die nächsten zwei bis drei Wochen dürften daher entscheidend für den Edelmetallmarkt werden, da in Bälde eine Richtungsentscheidung am Goldmarkt fallen dürfte. Der Goldpreis keilt sich aktuell zwischen einem Abwärtstrend und der wichtigen Unterstützung bei 4.000 $ ein. Entweder gelingt der Ausbruch nach oben und ein stärkerer Anstieg folgt, oder die wichtige Unterstützung bei 4.000 $ fällt und es kommt zu einer weiteren Korrektur.
Notenbanken stützen weiterhin den Goldpreis
Die weltweiten Zentralbanken setzten ihre Goldkäufe auch im August fort und meldeten Nettokäufe von insgesamt 39 Tonnen, wie das World Gold Council meldete. China war mit 20 Tonnen erneut der mit Abstand größte Käufer, gefolgt von Usbekistan und Polen mit jeweils 8 Tonnen sowie Kasachstan mit 7 Tonnen. Seit Jahresbeginn summieren sich die gemeldeten Nettokäufe der Zentralbanken auf 170 Tonnen. Dabei konzentrieren sich die Käufe weiterhin auf jene Notenbanken, die ihre Goldreserven bereits seit mehreren Jahren systematisch ausbauen.
Polen führt die Rangliste der Zentralbankkäufe seit Jahresbeginn weiterhin an und erwarb bislang 98 Tonnen Gold. Damit stiegen die polnischen Goldreserven auf 648 Tonnen und nähern sich dem erklärten Ziel von 700 Tonnen.
Die People’s Bank of China erhöhte ihre Goldreserven im August den 22. Monat in Folge und kaufte weitere 20,2 Tonnen, womit sie den größten monatlichen Zukauf seit Oktober 2023 verzeichnete. Seit Jahresbeginn summieren sich die gemeldeten Zukäufe damit auf 80 Tonnen, womit China hinter Polen an zweiter Stelle liegt. Die offiziellen chinesischen Goldreserven belaufen sich inzwischen auf rund 2.387 Tonnen und machen etwa 9 % der gesamten Währungsreserven aus.
Auch die Tschechische Nationalbank setzte ihre Käufe den 42. Monat in Folge fort und erwarb im August weitere 2 Tonnen Gold. Seit Jahresbeginn kaufte sie damit 14 Tonnen und erhöhte ihre gesamten Goldbestände auf 86 Tonnen beziehungsweise rund 7 % ihrer Reserven. Usbekistan hält mittlerweile rund 439 Tonnen Gold, was rund 90 % seiner gesamten Reserven entspricht, während Kasachstan mit 377 Tonnen auf einen Goldanteil von rund 79 % kommt.
Russland setzte dagegen seine Nettoverkäufe fort und veräußerte im August weitere 6 Tonnen Gold. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verkäufe damit auf 56 Tonnen, wodurch die russischen Goldreserven auf rund 2.271 Tonnen zurückgingen.
Die Zentralbanknachfrage bleibt damit ein wichtiger langfristiger Stützungsfaktor für den Goldpreis. In den vergangenen vier Jahren kauften die Notenbanken im Durchschnitt rund 1.000 Tonnen Gold pro Jahr und damit etwa doppelt so viel wie im Durchschnitt des vorherigen Jahrzehnts. In der aktuellen Umfrage des World Gold Council erwarten zudem 89 % der befragten Entscheidungsträger der Notenbanken einen weiteren Anstieg der weltweiten Zentralbankbestände innerhalb der kommenden zwölf Monate, während rekordhohe 45 % sogar die eigenen Goldreserven weiter erhöhen wollen.
Platin zwischen knappen Beständen und konjunkturellem Gegenwind
Platin zeigte sich bis Mitte 2025 von der Goldhausse weitgehend unbeeindruckt und handelte lange in einer Seitwärtsrange um 950 $ je Feinunze. Erst Anfang Juni 2025 gelang der technische Ausbruch über die Oberseite der Handelsspanne bei rund 1.050 $, worauf eine spekulativ getriebene Rallye von rund 176 % bis auf etwa 2.900 $ binnen sieben Monaten folgte. Dass Platin während der vorangegangenen Goldrallye nicht ausbrechen konnte, zeigt, dass der Markt sich damals fundamental nicht in einem Defizit befand. Erst in der Spätphase des Goldbullenmarktes floss genügend Investmentkapital in den kleinen Platinmarkt, um den Preis deutlich nach oben zu treiben.
Auch fundamental hat sich das Bild inzwischen verschlechtert. Nach einem Defizit von 1,44 Mio. Unzen im Jahr 2025 erwartet das World Platinum Investment Council für 2026 einen Überschuss von 265 Tsd. Unzen. Das Minenangebot dürfte nahezu unverändert bleiben, während das gesamte Angebot durch höheres Recycling zunimmt. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage aus der Automobil- und Schmuckbranche, während die industrielle Nachfrage leicht wächst.
Entscheidend bleibt die Investmentnachfrage. Allein im zweiten Quartal wurden 234 Tsd. Unzen aus Platin-ETFs abgezogen, während das WPIC für das Gesamtjahr Nettoabflüsse von 389 Tsd. Unzen erwartet. Ohne Investmentnachfrage liegt das Angebot nach den gerundeten Zahlen bereits rund 181 Tsd. Unzen über der Nachfrage aus der Automobil-, Schmuck- und Industriebranche. Andererseits lagen die vom WPIC erfassten oberirdischen Lagerbestände Ende 2026 bei lediglich 2 Mio. Unzen, was in etwa 3,4 Monatsnachfragen entsprechen soll. Da die Bestände klein sind, könnte der Platinmarkt schnell wieder eng werden und der Preis deutlich steigen, sollte die Investmentnachfrage wieder anziehen.
Das größte Risiko liegt aktuell im makroökonomischen Umfeld. Hohe Zinsen, eine hawkishe Fed, abnehmende Liquidität und der hohe Rohölpreis erhöhen das Risiko einer Rezession, in der die industrielle Nachfrage deutlich zurückgehen würde. Besonders im Automobilsektor würden hohe Finanzierungskosten und eine schwächere Konjunktur die Neuwagenverkäufe belasten und damit auch die Nachfrage nach Platin und Palladium drücken. Der WPIC erwartet bereits für 2026 einen Rückgang der automobilen Platinnachfrage um 4 %.
Zusätzlich setzt sich der Trend zu Elektrofahrzeugen fort. Nach aktuellen Schätzungen der IEA dürften batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride zusammen in diesem Jahr rund 29 % der weltweiten Neuwagenverkäufe ausmachen. Für die Nachfrage nach Platin und Palladium sind jedoch vor allem reine Batterieautos relevant, da Plug-in-Hybride weiterhin Abgaskatalysatoren benötigen. Der steigende Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge belastet damit strukturell die Nachfrage nach beiden Metallen. Bei Platin wird dieser Effekt teilweise dadurch abgefedert, dass die in den vergangenen Jahren erfolgte Substitution von Palladium durch Platin in Benzinkatalysatoren noch über Jahre in bestehenden Fahrzeugplattformen gebunden bleibt.
Charttechnisch liegt die nächste wichtige Unterstützung bei rund 1.550 $. Bei 1.900 $ hatten wir unseren Premium-Kunden mit dem Verkaufssignal bei Gold bereits empfohlen wieder auf die Short-Seite zu wechseln. Sollte der Goldpreis die Unterstützung bei 4.000 $ brechen, hätte auch Platin weiteres Abwärtspotenzial.
Auf der Long-Seite ergeben sich dagegen Chancen, sobald sich das makroökonomische Umfeld wieder verbessert. Fallen die Zinsen, schwächt sich der US-Dollar ab und kehrt gleichzeitig die Investmentnachfrage zurück, könnte der Platinmarkt aufgrund der weiterhin niedrigen Lagerbestände schnell wieder enger werden.
Technische Analyse Gold: Unterstützung bei 4.000$ und Aufwärtstrend werden getestet
Terminmarkt: COT-Report
Der COT-Report wird immer freitags seitens der US-Terminmarktaufsicht (CFTC) veröffentlicht, wobei der Stichtag der Datenerhebung der Schlusskurs vom Dienstag ist. Die COT-Daten werden also immer mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht. Premium Abonnenten von Blaschzok Research erhalten vor Handelsschluss am Freitag ein Blitzupdate mit Analysen zu Gold, Silber und Platin. Die COT-Daten ermöglichen einen Blick in die Zukunft, da sie einerseits ein Sentiment-Indikator sind und andererseits eine gute Einschätzung des Angebots und der Nachfrage am physischen Markt ermöglichen. Mit ihnen hat man einen Vorteil im Trading am Rohstoffmarkt.
COT-Analyse vom 18. September:
Der Goldpreis fiel zur Vorwoche um 181 $, während die Spekulanten in der gleichen Zeit lediglich mit 12 Tsd. Kontrakten Short gingen. Das ist nicht viel und zeigt eine zugrunde liegende Schwäche bzw. Überangebot am physischen Markt. Dies zeigt sich auch in der nur geringen Verbesserung des COT-Index zum Open Interest adjustiert von 5 auf 9 Punkte.
Damit liegen die Terminmarktdaten für Gold weiterhin nahe am Verkaufsbereich und zeigen einen stark überkauften Markt. Das Sentiment ist also nach wie vor sehr bullish, was zum Problem werden kann, sobald wichtige Unterstützungen wie die Marke von 4.000 $ brechen. Dann kann es zu einem schnellen Long-Drop am Terminmarkt kommen, was einen schnellen Preiseinbruch nach sich ziehen würde.
Bemerkenswert ist, dass die Spekulanten trotz des Rückgangs von 5.600 auf 4.000 $ weiterhin so bullish sind und sich das Sentiment kaum verändert hat. Die zweijährige Hausse hat zu einem sehr starken bullischen Sentiment geführt, das nicht so schnell wieder verschwindet.
Entsprechend wichtig sind die nächsten Unterstützungen. Sollten diese brechen, kann es am Goldmarkt zu einer schnellen spekulativen Bereinigung und einem deutlichen Preisrückgang kommen.
Makroumfeld belastet Goldpreis
Der Terminmarkt bleibt überkauft und der zum Open Interest adjustierte COT-Index befindet sich mit 9 Punkten weiterhin nahe dem Verkaufsbereich. An zyklischen Tiefpunkten sehen wir normalerweise eine deutliche Übertreibung auf der Short-Seite, die bislang vollständig fehlt und damit gegen eine Bodenbildung spricht. Das weiterhin extrem bullische Sentiment spricht dafür, dass es sich bei der August-Rallye lediglich um eine Bärenmarktrallye gehandelt hat.
Bei rund 4.700 $ traf der Goldpreis auf einen starken Widerstand im Bereich des April-Hochs. Gleichzeitig haben sich mehrere bullische Faktoren der August-Rallye entweder ins Gegenteil verkehrt oder als wenig nachhaltig erwiesen. Der Krieg im Mittleren Osten dauert an, der Rohölpreis handelte zuletzt wieder über 100 $, die Fed zeigt sich hawkish und die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen sind auf den höchsten Stand seit 2002 gestiegen, während der US-Dollar nach oben ausgebrochen ist. Damit hat sich das kurzfristige Umfeld für Gold deutlich verschlechtert.
Bullen und Bären kämpfen aktuell an der wichtigen Unterstützung bei 4.000 $, die zugleich mit dem langfristigen Aufwärtstrend beim Goldpreis in Euro zusammenfällt. Werden diese beiden technischen Marken gebrochen, droht ein stärkerer Preisrückgang. Damit entscheidet sich im Bereich um 4.000 $ die weitere Entwicklung des Goldpreises für die kommenden Monate. Die Bullen müssen jetzt das Ruder herumreißen und ein höheres Tief ausbilden, damit das bullische Chartbild erhalten bleibt. Fallen hingegen auch die Tiefs vom Juli, würde sich das technische Bild deutlich eintrüben und ein Rückgang bis in den Bereich um 3.400 $ wäre durchaus denkbar.
Entscheidend bleibt die weitere Entwicklung des Rohölpreises, der Zinsen und des US-Dollars. Hält sich der Rohölpreis um die Marke von 100 $ oder steigt sogar weiter an, während die Marktzinsen ebenfalls weiter zulegen und der US-Dollar an Stärke gewinnt, dürften die Bären am Ruder bleiben.
Bullisch wäre hingegen ein erneuter Anstieg über 4.260 $ bei gleichzeitiger Ausbildung eines höheren Tiefs. Dies würde das Chartbild deutlich aufhellen. Dafür müsste sich auch das Makro-Umfeld zumindest kurzfristig wieder verbessern, mit niedrigeren Zinsen, einem schwächeren Rohölpreis und einem schwächeren US-Dollar.
Goldpreis in Euro: Aufwärtstrend in Gefahr – die finale Schlacht zwischen Bullen und Bären
Der Goldpreis in Euro ist bis auf aktuell 3.677 € je Feinunze zurückgefallen und testet damit seinen seit rund zweieinhalb Jahren bestehenden langfristigen Aufwärtstrend. Gleichzeitig ist der kurzfristige Abwärtstrend weiterhin intakt. Noch haben die Bullen die Chance, das Ruder herumzureißen. Dafür muss der kurzfristige Abwärtstrend überwunden werden, während der langfristige Aufwärtstrend verteidigt werden muss.
Gelingt den Bullen diesmal kein erneuter Ausbruch nach oben, droht der Bruch des zweieinhalbjährigen Aufwärtstrends. In diesem Fall läge die letzte wichtige Unterstützung zunächst im Bereich um 3.500 € je Feinunze. Hält auch diese Marke nicht, wäre ein Preisrückgang bis in den Bereich von 3.100 € bis 3.000 € je Feinunze wahrscheinlich. Vom aktuellen Niveau aus entspräche dies einem weiteren Rückgang von fast 700 € je Feinunze.
Das Schicksal des Goldpreises in Euro für die kommenden Monate dürfte sich damit bereits in dieser oder der nächsten Handelswoche entscheiden. Entweder gelingt den Bullen ein erneuter Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend, wodurch der langfristige Aufwärtstrend intakt bliebe, oder dieser Aufwärtstrend bricht und die Bären übernehmen das Ruder. In diesem Fall könnte es zu einer größeren Bereinigung am Terminmarkt kommen, weshalb ein solcher Preisrückgang schnell und dynamisch verlaufen dürfte.
Im Trading ist das Signal klar. Bricht der langfristige Aufwärtstrend, gibt es ein Verkaufssignal, wobei das Short-Ziel im Bereich von 3.100 € bis 3.000 € je Feinunze liegt. Dort sollten Short-Gewinne wieder eingedeckt werden. Antizyklische Käufe hätten dort ein kurzfristig gutes Chance-Risiko-Verhältnis.
Hält hingegen der Aufwärtstrend und wird zugleich der kurzfristige Abwärtstrend überwunden, können Trader versuchen, erneut die Long-Seite zu handeln. In diesem Fall bestünde die Hoffnung, dass der Goldpreis in Euro wieder in Richtung 4.000 € oder sogar 4.100 € je Feinunze ansteigt.
Da weder das Makro-Umfeld noch das Sentiment eine nachhaltige Aufwärtsbewegung unterstützen, sollte ein Wechsel auf die Käuferseite jedoch nur mit engem Stopp erfolgen, sodass man schnell ausgestoppt wird, sollte es sich um eine Bullenfalle handeln.