Goldmarkt unter Druck – Die nächste große Kaufchance entsteht
Noch Ende Januar hatten die Edelmetallpreise historische Höchststände erreicht. Gold markierte bei rund 5.600 $ je Feinunze ein neues Allzeithoch, während Silber bis auf 122 $ anstieg. Inzwischen verzeichnet Gold jedoch das schwächste Quartal seit 2013, Silber sogar das schwächste seit 2020.
Gegenüber den Höchstständen vom Januar hat Gold mittlerweile rund 28 % verloren. Silber notiert etwa 52 % tiefer, Platin ist um 72 % eingebrochen und Palladium hat rund 45 % an Wert eingebüßt. Nach der außergewöhnlich starken Rallye des Jahres 2025 befindet sich der Edelmetallmarkt nun in einer ausgeprägten Bereinigungsphase. Die spekulative Übertreibung des vergangenen Jahres wird sukzessive abgebaut, während sich die Preise einem langfristig fundamental tragfähigeren Niveau annähern.
Am Ende solcher Korrekturphasen kommt es häufig zu Panikverkäufen und einer letzten Übertreibung auf der Unterseite. Genau eine solche Kapitulationsphase könnte nun bevorstehen. Daraus könnten sich äußerst attraktive antizyklische Kaufgelegenheiten ergeben, die Anleger nicht ungenutzt lassen sollten.
Für langfristig orientierte Investoren erscheinen erste antizyklische Käufe bereits vertretbar, sofern Gold und Silber ihre derzeitigen Unterstützungszonen erfolgreich verteidigen. Spekulanten sollten sich hingegen auf eine hochvolatile Marktphase und einen möglichen finalen Sell-off vorbereiten.
Ein noch immer bullisches Sentiment am Goldmarkt, der erstarkende US-Dollar und die Erwartung eines länger anhaltenden hohen Zinsniveaus verhindern bislang eine nachhaltige Erholung der Edelmetallpreise. Der US-Dollar-Index DXY konnte zuletzt den wichtigen Widerstand bei 100 Punkten überwinden und damit ein weiteres Zeichen der Stärke setzen.
Schwächere US-Daten sorgen für Erholung des Goldpreises
Der heute veröffentlichte ISM Manufacturing PMI fiel im Juni auf 53,3 Punkte und verfehlte damit den Konsens von 54,0 Punkten. Besonders bemerkenswert war der massive Einbruch des ISM-Subindex der gezahlten Einkaufspreise um 9,1 Punkte von 82,1 auf 73,0 Punkte. Dies deutet auf einen deutlich nachlassenden Preisdruck im verarbeitenden Gewerbe hin und dürfte mittelfristig dämpfend auf die Verbraucherpreisinflation wirken.
Gleichzeitig enttäuschte der ADP-Arbeitsmarktbericht mit lediglich 98 Tsd. neu geschaffenen Stellen im Privatsektor. Damit wurde der Konsens von rund 120 Tsd. deutlich verfehlt. Im Mai waren noch 122 Tsd. neue Stellen entstanden. Dennoch war es bereits der zwölfte Monat in Folge mit einem Beschäftigungszuwachs.
Bemerkenswert bleibt das Lohnwachstum. Arbeitnehmer, die ihre Stelle behielten, verdienten 4,4 % mehr. Bei einem Arbeitgeberwechsel lag der Lohnzuwachs sogar bei 6,6 %, was weiterhin strukturell inflationär wirkt. Beide Datenpunkte wiesen damit in dieselbe Richtung, dämpften die Zinserhöhungserwartungen an den Märkten und ließen den Goldpreis unmittelbar um rund 100 $ auf 4.116$ steigen.
Den Fed Funds Futures zufolge liegt die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank derzeit bei rund 65 % und damit nahezu unverändert gegenüber dem Niveau vor Veröffentlichung der Daten. Entsprechend richtet sich der Blick kurzfristig auf die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) am Donnerstag, die maßgeblich Einfluss auf den Zeitpunkt einer möglichen Zinserhöhung haben. Bis März lag die implizite Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinssenkung bis zum 9. Dezember 2026 bei fast 100 %. Das zeigt, dass der Markt davon überzeugt war, die Fed würde ihre Zinssenkungen fortsetzen, was einer der Treiber und stützender Faktor der hohen Edelmetallpreise war. Jetzt stellte sich heraus, dass das nicht der Fall ist und die Zinsen angehoben werden, während der Dollar steigt, wodurch sich das ganze Narrativ verkehrt und der Abwärtsdruck auf Gold anhält.
ETF-Abflüsse im Juni
Während die Zentralbanken ihre Goldkäufe unvermindert fortsetzen, hat sich die Investmentnachfrage im zweiten Quartal deutlich abgeschwächt. Bereits im ersten Quartal zeigte sich eine klare Divergenz. Die Zentralbanken und andere offizielle Institutionen kauften laut World Gold Council netto 243,7 Tonnen Gold, gerundet 244 Tonnen. Damit lag die Nachfrage 3 % über dem Vorjahresquartal und 17 % über dem Vorquartal. Die stärksten Käufer waren Polen mit 31 Tonnen und Usbekistan mit 25 Tonnen.
Gleichzeitig verzeichneten Gold-ETFs trotz starker Zuflüsse zu Jahresbeginn im Quartal nur noch Nettozuflüsse von 62 Tonnen. Grund dafür waren massive Abflüsse im März von 12 Mrd. $, der größte monatliche ETF-Abfluss seit Beginn der Aufzeichnungen, wodurch ein Großteil der vorherigen Zuflüsse wieder ausgelöscht wurde. Nach kräftigen ETF-Zuflüssen im April kam es im Mai erneut zu Nettoabflüssen von rund 16 Tonnen beziehungsweise rund 2 Mrd. $. Auch in der ersten Junihälfte hielten die Abflüsse zunächst an, ehe zuletzt wieder kleinere Zuflüsse einsetzten. Das bestätigt die Terminmarktdaten, die seit Wochen eine stark nachlassende Investmentnachfrage und zunehmende Schwäche am Goldmarkt aufzeigen.
Langfristiger Goldbullenmarkt bleibt intakt
Die aktuelle Korrektur ändert nichts daran, dass die strukturellen Treiber des langfristigen Gold-Bullenmarktes weiterhin intakt sind. Der wichtigste Stabilisator bleibt die anhaltende Nachfrage der Zentralbanken, die ihre Währungsreserven zunehmend diversifizieren und ihre Abhängigkeit vom US-Dollar reduzieren. Gold wird dabei immer weniger als rein traditionelle Reserveposition und immer stärker als strategischer Vermögenswert betrachtet, der keinen Ausfall- oder politischen Gegenparteirisiken unterliegt. Solange dieser strukturelle Umschichtungsprozess anhält, dürfte die Zentralbanknachfrage dem Goldmarkt langfristig einen soliden Boden bieten.
Hinzu kommen die weltweit weiter steigenden Staatsschulden, hohe Haushaltsdefizite und wachsende Zinslasten. Diese Schulden können langfristig kaum allein durch reales Wirtschaftswachstum oder Haushaltsüberschüsse abgebaut werden, weshalb sie letztlich über Inflation, finanzielle Repression und eine schleichende Abwertung der Fiat-Währungen tragfähig gemacht werden dürften. Langfristig werden die Notenbanken also zu einer wieder lockereren Geldpolitik gezwungen werden.
Die laufende Bereinigung sollte daher nicht als Ende des langfristigen Bullenmarktes verstanden werden, sondern als Chance, strategische Positionen schrittweise zu günstigeren Preisen aufzubauen!
Sentiment noch immer bullisch
Die Stimmung am Edelmetallmarkt ist aus konträrer Sicht nach wie vor zu optimistisch, um bereits jetzt den Boden bzw. einen nachhaltigen Tiefpunkt ausrufen zu können, wie die Terminmarktdaten der COMEX zeigen. Immerhin kippt das Sentiment unter den Kleinanlegern mittlerweile ins Negative, was zumindest die Hoffnung nährt, dass ein Boden näher rückt.
Die Terminmarktdaten für Silber sehen zwar etwas besser aus als jene für Gold, doch auch hier zeigt sich weiterhin eine deutliche relative Schwäche, ähnlich wie am Goldmarkt. Gold weist seit rund zwei Monaten ein massives physisches Überangebot auf, ausgelöst durch einen starken Rückgang der Investmentnachfrage.
Auch am Silbermarkt zeigt sich diese Schwäche im Vergleich zum Vormonat. Der Silberpreis fiel um 16 $, während sich die Positionierung am Terminmarkt nur leicht verbesserte. Die Terminmarktdaten bleiben damit insgesamt neutral und lassen, trotz des Preisrückgangs von über 50 %, weiteres Abwärtspotenzial zu. Sollte sich das wirtschaftliche und geldpolitische Umfeld weiter eintrüben, könnte es auch hier noch einmal zu einem finalen Long Drop kommen, bevor ein nachhaltiger Boden gefunden wird.
Die Terminmarktdaten zeigen aber auch eines sehr deutlich: Das Open Interest bei Gold und Silber ist in den vergangenen Monaten stark zurückgegangen. Die von vielen behauptete Manipulation der Gold- und Silberpreise über den Terminmarkt entpuppt sich angesichts dieser Entwicklung als Fehlinformation und lässt sich durch die Daten nicht belegen. Im Gegenteil hatte der Terminmarkt die Rallye im vergangenen Jahr, insbesondere im zweiten Halbjahr, mit nach oben getragen. Genau diese spekulative Übertreibung wird nun wieder abgebaut.
Übergeordnet sehen wir derzeit die Korrektur der dritten Impulswelle, die überwiegend spekulativer Natur war und nun bereinigt wird, was ein typisches massenpsychologisches Muster darstellt. Gold und Silber kehren damit schrittweise auf ein fundamental nachhaltigeres Preisniveau zurück, von dem aus sich nach Abschluss der Bereinigung wieder eine neue Aufwärtsbewegung entwickeln kann.
Silberpreis erreicht Unterstützungszone
Nachdem der Silberpreis Anfang Juni seinen Aufwärtstrend bei rund 73 $ gebrochen hatte, war klar, dass als Nächstes die Unterstützungszone im Bereich zwischen 50 $ und 55 $ angelaufen werden dürfte und dabei auch die vorherigen Tiefs unterschritten werden sollten. Wir hatten bereits zuvor ein Verkaufssignal mit Ziel dieser Unterstützungszone gegeben, die nun in der vergangenen Woche erreicht wurde.
Aktuell halten sich antizyklische Käufe noch in Grenzen und es zeigt sich Schwäche. Der kurzfristige Abwärtstrend ist immer noch intakt. Daher sollte man im Moment entweder auf einen Test der Unterseite der Unterstützungszone bei rund 50 $ warten oder auf einen Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends. Erst mit einem solchen Ausbruch würde sich die Möglichkeit einer Konsolidierung auf diesem Niveau bestätigen.
Nachdem der Aufwärtstrend seit dem vergangenen Sommer nachhaltig gebrochen wurde und dabei auch die 200-Tage-Linie unterschritten wurde, muss sich nun zunächst ein neuer Boden ausbilden. Erst von dort aus kann später wieder ein neuer Anstieg beziehungsweise eine neue Rallye starten.
US-Dollar steigt – Totgesagte leben länger
Dem US-Dollar-Index (DXY) gelang nach der ersten Notenbanksitzung unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh der nachhaltige Ausbruch über den Widerstand bei 100 Punkten. Über ein Jahr hinweg hatten Investoren und Spekulanten im Rahmen des Debasement-Trade-Narrativs auf einen weiteren Einbruch des US-Dollars gesetzt. Diesem Narrativ hatte ich konsequent widersprochen und stattdessen darauf hingewiesen, dass der US-Dollar diametral gegensätzlich seine Widerstände überwinden und einen Short-Squeeze auslösen könnte.
Genau dieses Szenario scheint sich nun zu verwirklichen. Mit dem Ausbruch über die Marke von 100 Punkten wurden erste Short-Positionen zur Eindeckung gezwungen, wodurch zusätzlicher Kaufdruck entsteht. Gleichzeitig preist der Markt unter Kevin Warsh wieder eine restriktivere Geldpolitik ein, während sich die Zinsdifferenz zunehmend zugunsten der USA entwickelt. Damit erhält der US-Dollar nicht nur charttechnisch, sondern auch fundamental Rückenwind.
Hinzu kommt, dass internationales Kapital wieder stärker in den Dollarraum fließt. Hohe Renditen, eine im Vergleich zu Europa robustere US-Wirtschaft und die Erwartung, dass die Fed länger restriktiv bleibt, erhöhen die Attraktivität von US-Anlagen.
Seit 2008 bewegt sich der US-Dollar-Index in einem langfristigen Aufwärtstrendkanal, der sich weiter fortsetzen könnte. Ein Anstieg bis an die Oberseite dieses Trendkanals und damit in den Bereich um 117 Punkte wäre in den kommenden zwölf Monaten durchaus denkbar.
Für die Edelmetalle wäre ein solcher Dollar-Anstieg kurzfristig ein zusätzlicher Belastungsfaktor. Gleichzeitig geht die Dollarstärke aktuell mit höheren Zinserwartungen einher, womit Gold gleich doppelt unter Druck gerät. Das Debasement-Trade-Narrativ ist bislang nicht eingetreten. Vielmehr spricht derzeit vieles für das Gegenteil, was wieder einmal zeigt, dass man vorsichtig werden sollte, wenn ein Trade bereits völlig überlaufen ist.
Damit bleibt der US-Dollar kurzfristig einer der größten Risikofaktoren für Gold, Silber und die übrigen Edelmetalle. Solange der US-Dollar-Index oberhalb von 100 Punkten handelt und die Fed hawkish bleibt, dürfte es für die Edelmetalle schwer werden, eine nachhaltige neue Rallye zu starten. Als Trader kann man eine mögliche Aufwertung des US-Dollars gut spielen, beispielsweise über einen Short-Trade im Währungspaar EUR/USD.
Technische Analyse: Gold – Kaufzone rückt näher
Terminmarkt: COT-Report
Der COT-Report wird immer freitags seitens der US-Terminmarktaufsicht (CFTC) veröffentlicht, wobei der Stichtag der Datenerhebung der Schlusskurs vom Dienstag ist. Die COT-Daten werden also immer mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht. Premium Abonnenten von Blaschzok Research erhalten vor Handelsschluss am Freitag ein Blitzupdate mit Analysen zu Gold, Silber und Platin. Die COT-Daten ermöglichen einen Blick in die Zukunft, da sie einerseits ein Sentiment-Indikator sind und andererseits eine gute Einschätzung des Angebots und der Nachfrage am physischen Markt ermöglichen. Mit ihnen hat man einen Vorteil im Trading am Rohstoffmarkt.
COT-Analyse vom 26. Juli:
Der Goldpreis fiel in der letzten Handelswoche um 224 $, während die Spekulanten in der gleichen Zeit gerade einmal mit 2,1 Tsd. Kontrakten Short gingen. Das ist nicht viel und deutet auf ein Überangebot am Markt hin. Der COT-Index zum Open Interest adjustiert stieg um 7 Punkte auf 12 Punkte an, während der absolute COT-Index nahezu unverändert blieb.
Auch im Vergleich zu den letzten zwei Wochen zeigt sich eine Schwäche, ebenso wie zum Vormonat, als der Goldpreis um 378 $ fiel, während sich die Terminmarktdaten im COT-Index zum Open Interest adjustiert sogar um weitere 12 Punkte verschlechterten.
Hier zeigt sich nun seit zwei bis drei Monaten ein deutliches Überangebot am Markt und ein völliges Abebben der Investmentnachfrage. Gleichzeitig zeigen die Daten aber auch, dass das Sentiment unter den Goldbugs und Investoren weiterhin ziemlich bullisch ist und der Markt noch nicht kapituliert hat, was für weiteres Korrekturpotenzial spricht.
Einzig der COT-Index der Kleinspekulanten zeigt, dass mittlerweile ein gewisses Maß an Kapitulation in den Markt kommt. Das ändert jedoch nichts daran, dass der gesamte Terminmarkt noch immer überkauft ist und weiteres Abwärtspotenzial besitzt.
Die aktuellen Daten sprechen dafür, dass ein finaler Sell-off notwendig ist, bevor wir einen Boden oder ein attraktives antizyklisches Kauf-Setup sehen werden.
Pull Back und Test des gebrochenen Aufwärtstrends
Wie bereits in den Analysen des Vormonats erwartet, hat der Goldpreis seinen langfristigen Aufwärtstrend gebrochen. Bereits im Vorfeld hatte sich am Terminmarkt deutliche Schwäche gezeigt. Ein physisches Defizit war seit vielen Wochen nicht mehr erkennbar, stattdessen zeigte sich ein Überangebot. Mit dem Bruch des Aufwärtstrends entstand ein charttechnisches Verkaufssignal mit einem ersten Kursziel im Bereich um 4.000 $ und einer übergeordneten Zielzone zwischen 3.400 $ und 3.600 $ je Feinunze. Wir haben dieses Verkaufssignal entsprechend umgesetzt und unsere Short-Position eröffnet, die aktuell weiterhin intakt ist.
Der Bruch des zweieinhalbjährigen Aufwärtstrends ist ein bedeutendes charttechnisches Signal und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die gesamte dritte Impulswelle der Rallye nun vollständig korrigiert wird. Die Unterstützungszone zwischen 3.400 $ und 3.600 $ bleibt deshalb in den kommenden Wochen und Monaten die entscheidende Zielzone. Dort dürfte es zu umfangreichen Short-Eindeckungen sowie zu antizyklischen Käufen institutioneller und privater Investoren kommen. Dass die US-Notenbank unter Kevin Warsh wie erwartet einen hawkishen Kurs bestätigt hat, erhöht die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios zusätzlich.
Kurzfristig bleibt der Abwärtstrend intakt. Erst mit einem Bruch dieses kurzfristigen Abwärtstrends würde sich das Chartbild wieder etwas aufhellen und erste antizyklische Käufe rechtfertigen. Aktuell peilen wir jedoch weiterhin die Unterstützungszone am ehemaligen Ausbruchsniveau vom August des vergangenen Jahres an. Auch die Terminmarktdaten lieferten in den vergangenen Wochen keinerlei Anzeichen eines Anstiegs der Investmentnachfrage und bestätigen damit das bärische Szenario. Selbst die Hoffnung auf einen Frieden im Mittleren Osten und der damit verbundene deutliche Rückgang des Ölpreises konnten den Goldpreis nicht nachhaltig stützen, was ein weiteres Warnsignal ist.
Erst im Bereich zwischen 3.400 $ und 3.600 $ würden wir unsere Short-Positionen vollständig schließen und erst einmal wieder auf die Käuferseite wechseln. Auch für langfristig orientierte Investoren dürfte diese Zone eine attraktive Gelegenheit bieten, physisches Gold – beispielsweise über das FlexGold-Zollfreilager – antizyklisch aufzustocken. Mehr zu den günstigen Konditionen über Blaschzok Research gibt es hier. Nach Abschluss dieser Bereinigung erwarten wir wieder ein deutlich attraktiveres Chance-Risiko-Verhältnis für Gold.
Wir haben die Hoch- und Tiefpunkte am Goldmarkt in diesem Jahr treffend identifiziert und gemeinsam mit unseren Premium-Abonnenten erfolgreich gehandelt. Ein Teil dieser Analysen wurde auch kostenfrei veröffentlicht, sodass selbst Nicht-Abonnenten davon profitieren konnten. Wenn Sie sich für wöchentliche Chartanalysen, faktenbasierten Research und akkurate Prognosen für den Edelmetallmarkt interessieren, registrieren Sie sich kostenfrei auf www.blaschzokresearch.de oder sichern Sie sich direkt das Premium-Abo, um künftig keine wichtigen Chancen und Signale am Edelmetallmarkt mehr zu verpassen.
Goldpreis in Euro: Aufwärtstrend in Gefahr
Die erste Zielzone am langfristigen Aufwärtstrend bei Gold in Euro wurde im Bereich um 3.400 € bis 3.500 € je Feinunze erreicht. Nun steht dieser Aufwärtstrend jedoch unter Druck. Sollte er brechen, liegt die nächste wichtige Unterstützungs- und Kaufzone erst im Bereich zwischen 2.900 € und 3.100 € je Feinunze.
Der kurzfristige Abwärtstrend ist weiterhin intakt. Nur wenn der langfristige Aufwärtstrend verteidigt und zugleich der kurzfristige Abwärtstrend gebrochen werden kann, besteht die Möglichkeit, dass bei Gold in Euro und Gold in US-Dollar bereits ein Boden ausgebildet wurde und von dort aus eine neue Aufwärtsbewegung startet. Da sich das makroökonomische und geldpolitische Umfeld jedoch weiter eintrübt, gehen wir aktuell davon aus, dass dieser Aufwärtstrend mittelfristig fallen wird und es zu einem Sell-off in die Unterstützungszone zwischen 2.900 € und 3.100 € je Feinunze kommt.
Das Short-Signal bleibt intakt, solange der kurz- bis mittelfristige Abwärtstrend nicht überwunden wird. Erst ein Anstieg über 3.600 € beziehungsweise über diesen Abwärtstrend würde das Verkaufssignal negieren. Kurzfristig sollte man daher weiterhin vorsichtig bleiben, sich aber zugleich darauf vorbereiten, im Bereich zwischen 2.900 € und 3.100 € je Feinunze alle Shorts zu schließen und antizyklisch auf die Käuferseite zu wechseln.